Bei den „8mm experience“ wird via 8mm Projektor „found footage“ auf die Leinwand projiziert und versucht, das Bild zu verfolgen.

Daraus entstehen nicht nur abstrakte Bilder. Gleichzeitig werden auch neue Handlungsspielräume durch den Akteur präsent. Das projizierte Material ist ein bewegtes Erinnerungsbild. Es entsteht eine Verdichtung des Filmes, die in ein Bild fokussiert wird und wieder Abstraktionsmuster darstellt.

Aufbau und Ablauf zeigen Raumstrategie mit neuen Aktionsräumen.

[…]Was bedeutet es in einem Bild zu sein, was bedeutet es in einem Raum zu sein? Was ist der Unterschied, zwischen denken und Handeln? Es ist die Erfahrung – Experience, und diese Erfahrung lässt uns an der Welt teilnehmen[…]
Olafur Eliasson, http://www.ted.com/talks/olafur_eliasson_playing_with_space_and_light#t-555347

Nicht nur das Bild oder die Handlung sind das Resultat der 8mm experience, auch das dokumentarische festhalten der Arbeit auf Video ist ein wichtiger Teil.

Die 8mm experience bestehen somit aus einer Raumstrategie, in der Handlungsspielräume geschaffen werden, in Verbindung mit Methoden aus der Prozesskunst. Der Automatismus spielt in gewisser Weise natürlich auch eine Rolle, vor allem solange die Projektion und die Handlung des Akteurs nicht konzeptionell betrachtet und umgesetzt wird.

  1. Das „Verfolgen“ der Bildabfolge in dem der Akteur gegen die Zeit verliert (Nachlauf) welches auch eine Geschichtlich/Philosophische (was können wir halten) Fragestellung nach sich zieht.

  2. Die Medienwahl (8mm Projektion), die ein Zurückspringen in die Vergangenheit verdeutlicht. Der stoische Ton des Projektors spielt ebenso eine große Rolle wie die Tiefe und Überlagerung der Leinwand- Akteur- Projektionssituation. 

 

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